Warum Wassersparen

Wasser und insbesondere Trinkwasser kommt eine besondere Bedeutung zu, erkennbar an folgenden Aussagen:

Der heutige Verbraucher erkennt zunehmend, dass Wassersparen und Energiesparen sich für ihn lohnen, nicht nur für die Umwelt. Er und natürlich die Politik sind immer mehr bereit, zum Wohle unserer Kinder und aus einer globalen Verantwortung heraus, sich dem Gebot der Nachhaltigkeit anzuschließen.

Hier in Deutschland konnte, nicht zuletzt auch aufgrund der weltweit höchsten Wasserkosten, der tägliche Wasserverbrauch auf 130 Liter pro Kopf gesenkt werden, jedoch mit stagnierender Tendenz seit 1995. Im Vergleich mit anderen europäischen Ländern (Italien 250 Liter) und den USA sowie Japan (ca. 280 Liter) ein schon beachtlicher Erfolg, auf dem wir uns aber nicht ausruhen können. Experten zufolge ließe sich der private Wasserbrauch durch Reduzierung der Wassermengen auf tatsächlich benötigte Mengen um ein weiteres Drittel auf ca. 80 Liter pro Tag und Kopf reduzieren, ohne dabei auf gewohnten Waschkomfort und Annehmlichkeiten verzichten zu müssen.

Wassersparen heißt Umwelt und natürliche Ressourcen schonen

In Deutschland haben wir ausreichend Niederschläge, aber Reservoirs mit Trinkwasserqualität sind auch hier begrenzt und durch menschliche Einflüsse (Pestizide, Nitrat, Kohlenwasserstoffe, Schwermetalle...) bedroht. Das hat zur Folge, dass ein Teil unseres Trinkwassers schon heute mit relativ großem Aufwand aufbereitet und transportiert werden muß.

Wassersparen ist Energiesparen

Im Vergleich zu fossilen Energieressourcen wie Öl, Kohle, Gas wird Wasser nicht verbraucht sondern gebraucht. Es gelangt nach der Abwasserreinigung in den Wasserkreislauf zurück.

Problematisch ist, dass jede Nutzung von Wasser mit einer gewissen Verschmutzung und einem immensen Verbrauch an Energie für die Warmwasserbereitung, Reinigung und den Transport einhergeht.

Der größte Teil unseres Wassers, insbesondere aus Tiefenbohrungen (>70%), wird mit einem großen Energieaufwand gewonnen und zum Verbraucher transportiert. Auch die anschließende Reinigung in Klärwerken verbraucht durch Pump- und Rührwerke große Energiemengen. Der mit Abstand größte Energieverbrauch im Bereich Wasser erfolgt jedoch zu Hause bei der Warmwasserbereitung insbesondere fürs Baden und Duschen. So benötigt man zur Erwärmung von einem Kubikmeter Wasser auf 37°C allein schon 30 kWh Energie (3 l Öl oder 3 Kubikmeter Gas), ohne dabei die Verluste bei der Bereitung und Vorhaltung berücksichtigt zu haben. Bedenklich ist, dass diese Energie noch zu sehr geringen Teilen aus erneuerbaren, kohlendioxidfreien/-neutralen Energien stammen.

Im Vergleich zum Gesamtenergiebedarf (Heizung, Strom, Warmwasser) eines Hauses bzw. Haushalts wird ca. 20% der Energie für die Erzeugung von Warmwasser verwendet. Das ist deutlich mehr an Energie als das, was an elektrischer Energie für Haushaltsgeräte (ca. 10%) und Licht (ca. 2%) verwendet wird. Mit Blick auf die neue Energieeinsparverordnung wird der prozentuale Energieanteil für die Warmwasserbereitung weiter zunehmen, da die Aufwendungen zum Heizen (derzeit ca. 70%) aufgrund besserer Wärmedämmungen und effizienterer Heizanlagen weiter sinken werden.

Wassersparen heißt Kosten sparen

Ein durchschnittlicher 4-Personen-Haushalt wendet im Jahr für Heizung, Strom und Wasser ein Nettomonatsgehalt auf.
Beim Wasser haben wir folgende Situation. Im internationalen Vergleich besitzt Deutschland das hochwertigste aber auch teuerste Wasserversorgungssystem der Welt. So zahlt der Bundesbürger für Trinkwasser durchschnittlich 1,60 EUR für einen Kubikmeter Wasser. Bei einem pro Kopf Jahresverbrauch von 47 Kubikmetern Wasser sind das 75 EUR. Hinzu kommen 110 EUR fürs Abwasser und 120 EUR zur Erzeugung von Warmwasser. Summa summarum 300 EUR pro Kopf und Jahr (ca. 2% eines netto Jahreseinkommen). In Bereichen ohne Verbrauchskontrolle z.B. Wohnungen ohne Wasseruhren liegt der Wasserverbrauch deutlich höher. Hier können die Kosten einer mehrköpfigen Familie allein für Wasser schnell im Bereich eines verfügbaren Monatseinkommen liegen. Unsere Erfahrungen zeigen, dass der Gesamtwasserverbrauch durch Kombination von wassersparendem Verhalten mit effizienter Technik leicht um 30% gesenkt werden kann. Eine enorme Kosteneinsparung auch hinsichtlich weiter steigender Wasser-, Abwasser- und Energiekosten.

Wassersparen ist kinderleicht und kostet nicht viel

Die einfachste Art des Wassersparens ist ein bewußter und schonender Umgang mit Wasser. Deutlich bessere Einsparungen werden jedoch erzielt, wenn effiziente Wasserspartechnik eingesetzt wird. Dieses gilt insbesondere für Bereiche in denen Wasser für den Nutzer "nichts" kostet wie z.B. in Hotels oder im öffentlichen Bereich. Hinzu kommt, dass Durchflussmengen schlecht abzuschätzen und zu regeln sind.

Ähnlich wie bei den schon weit verbreiteten Energiesparglühbirnen aber mit wesentlich größerem Sparpotential, gibt es für den Wassersektor sehr effiziente, kostengünstige und von jedermann leicht einzubauende Wassersparer, die auch als Durchfluss-/Mengenregler und Durchfluss-/Mengenbegrenzer bezeichnet werden.

Sparpotentiale ausnutzen

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